Rohrkamera (Nachbildung des Originals von 1839)

Beleg:

Bayerns Weg in die Moderne. Bayerisches Handwerk 1806 bis 2006, hrsg. von Josef Kirmeier, Ferdinand Kramer, Christian Lankes und Evamaria Brockhoff (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur, 53), München 2006, S. 80 f.

Künstler, Ersteller / Fotograf: Carl August von Steinheil
Lageort: München, Deutsches Museum, 630 (Original) bzw. 77435 (Nachbildung)
Copyright: Deutsches Museum, München
Untertitel:

Carl August von Steinheil (1801–1870), München, 1839

Nachbildung München, 1967

Papprohr, zweilinsiger, unverkitteter Achromat 1:3,6 / 38,5, Holzständer

Technik

Der Pappzylinder mit einen lichten Durchmesser von 12 cm enthält eine ursprünglich möglicherweise für ein Fernrohr verwendete Optik aus zwei unverkitteten Linsen. Er gilt als die älteste erhaltene deutsche Kamera. Ob sie tatsächlich in dieser Form von Carl August von Steinheil und Franz von Kobell 1839 für ihre ersten Versuche mit Chlorsilberaufnahmen verwendet wurde, muss offenbleiben. Fest steht hingegen, dass Steinheil und Kobell bereits im Juli 1839 mit vergleichbaren Prototypen eine Serie von runden Papiernegativen mit Münchner Architekturmotiven aufgenommen hatten. Sie können als die frühesten deutschen Fotografien angesehen werden.

Zugehörige Themen

  • Bevölkerung, Wirtschaft und Technik in der Zeit Ludwigs I.

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  • Foto der Neuhauser Straße in München (1839)

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