Prinzregent Luitpold

Schmuckblatt zu Ehren König Max I. Joseph von Bayern

Künstler, Ersteller / Fotograf: Pfarrer Gerber aus Grestenhausen/ Pfalz und Mar. Cristofle, Professor in Augsburg
Lageort: München, Geheimes Hausarchiv, Nachlass König Max I Joseph 157
Copyright: München, Geheimes Hausarchiv
Untertitel:

Einsender war Pfarrer Gerber aus Gerstenhausen/Pfalz, das Blatt erstellte "Mar. Cristofle prof. à Augsbourg".

Zusammenfassung:

„Vive la Majesté Maxmilian (sic!) Joseph Roi de Baviere“, so lautet der Sinnspruch auf dem Schmuckblatt, das König Max I. Joseph aus der Pfalz erreichte. Das Blatt ist signiert als „Hommage fait a Sa Majeste de son plus fidel sujet Mar. Cristofle prof. à Augsbourg“ Die Pfalz, vormals bayerisches Gebiet, war seit dem Frieden von Lunéville, 1801, ein Teil von Frankreich.

Grafiken

Den König erreichten zahlreiche Glückwünsche, häufig von Angehörigen seines früheren Regiments „Royal d'Alsace“, die er vor seiner Zeit als Kurfürst von Bayern befehligt hatte. Manche Absender gratulierten mit einem mehr oder weniger gelungenen Gedicht oder einem Sinnspruch, wie das Landgericht Burglengenfeld, das ein Schülergedicht sandte:

„Unser König Maxel ist gar ein wackrer Mann, weil er, was die Wiener Gewolt, sogleich nicht gethan. Hätt ers thun, so wär er nicht, was er jetz ist, König, wär er fett, sauber nichts, oder nur blutswenig. Drum bin ich froh, und lobe Gott, der uns behütt vor solche Spott, und nach ihm Napoleon mit Recht genannt der glückliche Sohn.“ (Staatsarchiv Amberg, Landgericht ä.O. Burglengenfeld 581).

Manche verbanden den Glückwunsch mit einer Bitte, wie die Äbtissin der Abtei Söflingen, die um den Fortbestand ihres Klosters fürchtete. Andere, wie der in bayerischen Diensten gestandene Sir Benjamin Thompson, besser bekannt als Graf Rumford (1753-1814), lobten den Mut und die Entscheidungskraft des Königs, sich im richtigen Augenblick für den richtigen Verbündeten entschieden zu haben. Seltener sind Gratulanten, wie Karl Gottlieb Kapf, Registratur-Assistent in Breslau, der die jetzt errungene Selbstständigkeit Bayerns hervorhebt und beteuert, dass „des patriotischen Denkers Blick sich auf Bayerns Glück heftet“. Um seine Ideen zum Patriotismus zu unterbreiten, schickte Kapf eine eigene Veröffentlichung dazu mit.

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