Erstürmung von Leipzig, 19.Oktober 1813

Beleg:

David Chandler, Dictionary of the Napoleonic Wars, New York 1993

Künstler, Ersteller / Fotograf: Anton Tessaro (Zeichner)
Lageort: Tittmoning, Heimathaus des Rupertiwinkels
Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg
Untertitel:

Anton Tessaro, 1813

Federzeichnung, Tusche auf Papier

Kriegerische Ereignisse

Nach der katastrophalen Niederlage Napoleons 1812 in Russland bildete sich 1813 die sechste Koalition gegen den französischen Kaiser. Ihr gehörten mit Großbritannien, Russland, Preußen, Schweden und Österreich alle europäischen Großmächte an. Damit begannen die Befreiungskriege, die am 18. Juni 1815 mit der endgültigen Niederlage Napoleons bei Waterloo in Belgien endeten.

Die größte Schlacht der Napoleonischen Kriege – mehr als 500 000 Soldaten waren beteiligt – fand vom 16. bis 19. Oktober 1813 bei Leipzig statt. In dieser sogenannten Völkerschlacht verloren die Truppen Kaiser Napoleons, von denen die Hälfte vom Rheinbund gestellt wurde, gegen die verbündeten, zahlenmäßig überlegenen Heere der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden. Nach dieser Niederlage musste Napoleon Deutschland bis zur Rheinlinie aufgeben. Die französische Herrschaft brach in den befreiten Teilen Deutschlands zusammen. Die Federzeichnung zeigt den Sturm der Verbündeten auf Leipzig. Während Napoleons Hauptmacht sich durch den Rückzug nach Südwesten der Einkreisung durch die Alliierten entzog, verteidigte die französische Nachhut die Stadt. Russische Kosaken stürmen mit Lanzen bewaffnet auf die Festungsanlagen Leipzigs zu. Aus dem Stadttor – es handelt sich wohl um das Peterstor im Süden Leipzigs - reiten ihnen die gepanzerten Kürassiere der schweren französischen Kavallerie entgegen. Die Infanterie der Verbündeten liefert sich unterdessen ein Feuergefecht mit den Verteidigern der Leipziger Stadtwälle. Im Lauf des Tages gelang es den Alliierten die Stadt einzunehmen.

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