Schlacht bei Hanau am 30. Oktober 1813

Künstler, Ersteller / Fotograf: Lorenz Rugendas d. J.
Lageort: Ingolstadt, Bayerisches Armeemuseum, 895/65
Copyright: Ingolstadt, Bayerisches Armeemuseum
Untertitel:

Aquatinta

Grafiken
Kriegerische Ereignisse

Nach dem Bündniswechsel Bayerns im Vertrag von Ried am 8. Oktober 1813 erhielt der bayerische General Wrede das Oberkommando über die bayerisch-österreichischen Streitkräfte am Inn.

Wrede suchte das Gefecht mit dem in der Völkerschlacht von Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) geschlagenen Napoleon, um den Alliierten die Ernsthaftigkeit von Bayerns Bündniswechsel zu demonstrieren. Die Gelegenheit ergab sich bei Hanau. Hier sollte die ca. 30.000 Mann starke bayerisch-österreichische Streitmacht den Franzosen den Rückweg nach Westen verlegen.

Wrede stellte sich hier zur Schlacht, da er glaubte nur auf die Nachhut Napoleons zu treffen. Er stieß jedoch auf die französische Hauptmacht, die doppelt so stark war wie seine eigenen Verbände. Mit massivem Artillerie- und Kavallerieeinsatz gelang dem französischen Kaiser der Durchbruch durch den linken Flügel Wredes. Die Soldaten der Verbündeten flohen panikartig über die Kinzigbrücke nach Hanau.

Trotz dieser Niederlage konnten die bayerisch-österreichischen Truppen doch noch einen Erfolg verbuchen, indem sie am 31. Oktober die französische Nachhut aus Hanau vertrieben. Das Bild zeigt den Angriff bayerischer Truppen (links) und österreichischer Grenadiere (rechts) auf die Kinzigbrücke, die von französischen Soldaten verteidigt wird. Im Hintergrund ist die Verwundung Wredes zu sehen, der auf einem Schimmel an der Spitze seiner Truppen auf die Brücke stürmte. Er wurde dort von einer Kugel in den Unterleib getroffen. Wrede überlebte die Verwundung, die Kugel trug er allerdings von nun an im Körper.

Junkelmann, Marcus: Napoleon und Bayern, Regensburg 1985.

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