Erinnerungsbild an die bayerische Inbesitznahme von Memmingen am 30. November 1802

Beleg:

Peter Blickle, Joachim Jahn, Paul Hoser, Die Geschichte der Stadt Memmingen, Bd. 2: Vom Neubeginn im Königreich Bayern bis 1945, Stuttgart 2001; Daniel Hohrath, Gebhard Weig, Michael Wettenengel (Hrsg.), Das Ende der reichsstädtischen Freiheit (Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm, Bd. 12), Ulm 2002

Lageort: Memmingen, Städtisches Museum, Nr. 1.2442
Copyright: Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg
Untertitel:

Öl auf Holz

Ereignisdarstellungen
Gemälde

Stellvertretend für die Inbesitznahme der 15 Reichsstädte, die in Schwaben und Franken an Bayern fielen, steht die Reichsstadt Memmingen.

Anlass dieses Erinnerungsbildes ist die offizielle zivile Inbesitznahme der Reichsstadt Memmingen durch das kurbayerische Linienregiment „Herzog Wilhelm“ am 30. November 1802. Auftraggeber des Bildes waren offensichtlich die fünf auf dem Aufsatz genannten Offiziere dieser 119 Mann starken Einheit, die sich schon seit dem 17. September in der Stadt befanden. Ihnen vorausgegangen waren am 2. September 300 bayerische Feldjäger. Die militärische bzw. zivile Besetzung hatten die bayerischen Behörden Memmingen bereits am 23. bzw. 29. August 1802 in zwei Schreiben angekündigt.

Die Inbesitznahme fand hier wie andernorts statt, bevor der sog. Reichsdeputationshauptschluss dem Reichstag in Regensburg am 25. Februar 1803 überhaupt zur Abstimmung vorgelegt wurde. Dennoch waren keine Zwischenfälle zu verzeichnen, da die Bevölkerung sich mit dem Unvermeidlichen abgefunden hatte und sich Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung machte.

Bereits im Frühjahr 1802, kurz nach dem Friedenschluss von Lunéville, hatte Major Ribaupierre im Auftrag des bayerischen Kurfürsten eine Erkundungsreise durch die seit 1797 begehrten Gebiete in Schwaben und Franken unternommen. Zehn der 15 Reichsstädte, die Bayern im Reichsdeputationshauptschluss zugesprochen wurden, lagen in Schwaben.

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