Votivbild für den in Russland gefallenen Hans Huber

Lageort: Ingolstadt, Bayerisches Armeemuseum, B 6141
Copyright: Ingolstadt, Bayerisches Armeemuseum
Untertitel:

Gemälde, Öl/ Holz

Kriegerische Ereignisse

Von der einst ca. 500.000-600.000 Mann starken Streitmacht Napoleons erreichten auf dem Rückzugsweg im Dezember 1812 nur 50.000 Soldaten Ostpreußen. 100.000 Mann befanden sich in russischer Gefangenschaft, die übrigen hatten ihr Leben während des Feldzuges verloren. Von den 35.000 Angehörigen des bayerischen Kontingents überlebten nur 5.000 die Katastrophe. Nur 890 der mehreren tausend Gefangenen kehrten 1814 aus Russland nach Bayern zurück.

Ludwig I. ließ 1832/33 nach einem Entwurf Johann Baptist Stiglmaiers auf dem Münchner Karolinenplatz einen Obelisken für die bayerischen Opfer dieses Feldzugs errichten. Laut Inschrift, die die Meinung des Königs wiedergibt, starben auch diese 30.000 Soldaten "für des Vaterlandes Befreyung".

Auf dem Votivbild kniet der bayerische Infanterist Hans Huber in der weiten russischen Ebene. Über ihm befindet sich im Wolkenkranz das Symbol der Dreifaltigkeit. Da laut Inschrift das Bild 1825 gestiftet wurde, könnte der Soldat in Russland vermisst worden sein und seine Familie hoffte wohl lange auf seine Rückkehr aus russischer Gefangenschaft.

Glaser, Hubert (Hg.): Krone und Verfassung. König Max I. Joseph und der neue Staat (Wittelsbach und Bayern, Band III/2), München/Zürich 1980.

Junkelmann, Marcus: Napoleon und Bayern, Regensburg 1985.

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