Das Schlachtfeld von Borodino (nach 1827)

Beleg:

Krone und Verfassung. König Max I. Joseph und der neue Staat, hrsg. von Hubert Glaser, Bd. 2 (Wittelsbach und Bayern, Bd. III,2), München / Zürich 1980

Künstler, Ersteller / Fotograf: Christian Wilhelm Faber du Faur (Maler)
Lageort: Ingolstadt, Bayerisches Armeemuseum, 64/67
Copyright: Bayerisches Armeemuseum, Ingolstadt
Untertitel:

Christian Wilhelm Faber du Faur (1780–1857), nach 1827

Gouache

Grafiken

Der württembergische Artillerieoffizier Christian Wilhelm Faber du Faur nahm im Alter von 32 Jahren am Russlandfeldzug teil. Er fertigte dabei hunderte von Skizzen an, nach denen er später eine Serie von 100 Gouachen malte.

Faber du Faur überquerte zehn Tage nach den Kämpfen das Schlachtfeld von Borodino. Dort war es am 7. September zur Hauptschlacht des Russlandfeldzugs gekommen. Napoleons Verbände, die noch aus ca. 130 000 Mann bestanden, hatten die Armee des Zaren geschlagen. Es war allerdings ein Pyrrhus-Sieg, der Napoleon 33 000 Mann kostete; die Straße nach Moskau war zwar freigekämpft, die russische Armee aber nicht vernichtet.

Die Skizze zeigt das von Leichen, Pferdekadavern und Ausrüstungsstücken übersäte Schlachtfeld. Üblicherweise wurden die Opfer in flachen Massengräbern verscharrt oder auf riesigen Scheiterhaufen verbrannt. Viele blieben wochenlang liegen, wie die Toten auf Faber du Faurs Bild, das das Grauen einer Schlacht mit 80 000 Toten oder Verwundeten erahnen lässt. Während zwei Ulanen (Lanzenreiter) Wache halten, um Plünderungen zu verhindern, ziehen einige Soldaten zu Fuß oder zu Pferd am Ort des Schreckens vorbei.

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