Amtsschild „Königl. Bayerische Stiftungs Administration“ (um 1808)

Lageort: Lindau, Städtische Kunstsammlungen im „Haus zum Cavazzen“
Copyright: Städtische Kunstsammlungen im „Haus zum Cavazzen“, Lindau
Untertitel:

Öl auf Holz, 83 x 66 cm

Hoheitszeichen
Staatsbehörden

Das vielfältige private Stiftungswesen wurde mit Edikt vom 1. Oktober 1807 in die allgemeine Verwaltungsorganisation einbezogen. Dem Ministerium des Innern wurde die Generaladministration des Stiftungs- und Kommunalvermögens mit der Zentralstiftungskasse unterstellt. Die örtliche Verwaltung der Stiftungen konzentrierte die Regierung im Jahr 1808 in 57 Stiftungsadministrationen. Eine davon hatte ihren Sitz in Lindau.

Das so vielfältige Stiftungswesen stellt ein Beispiel dar für die Grenzen eines streng hierarchisch und zentralistisch organisierten Systems. Jede Kerze, die aus einem Stiftungsvermögen bezahlt werden sollte, musste bei der Stiftungsadministration beantragt werden und ergab dort einen „Vorgang“. 1817 kehrte man deshalb aus praktischen Erwägungen wieder zur Selbstverwaltung der Stiftungen zurück.

Das Amtsschild enthält das zweite bayerische Königswappen vom 20. Dezember 1806.

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