Ludwig II.

Optischer Bierprober (Refraktometer) zur Messung der Stammwürze im Bier (1844)

Beleg:

Bayerns Weg in die Moderne. Bayerisches Handwerk 1806 bis 2006, hrsg. von Josef Kirmeier, Ferdinand Kramer, Christian Lankes und Evamaria Brockhoff (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur, 53), München 2006, S. 80

Künstler, Ersteller / Fotograf: Carl August von Steinheil
Lageort: München, Deutsches Museum, 84
Copyright: Deutsches Museum, München
Untertitel:

Carl August von Steinheil (1801–1870), München, 1844

Metall, Glas, L 18,5 cm

Technik

Die Entwicklung eines Messinstruments zur Überprüfung des Malzgehaltes im Bier fand nach Steinheils eigenen Angaben statt, um über ein „sicheres Entscheidungsmittel als Behelf bei polizeylicher Bieruntersuchung" zu verfügen und somit den „Vollzug der in Bayern giltigen Biergesetze" zu gewährleisten. Bei der optischen Bierprobe wurde die Lichtbrechung (Refraktion) der Stammwürze und ihre Veränderung im Verlauf der Gärung gemessen.

Das Messgerät und seine Methode können als wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung von Lebensmitteln gesehen werden, seine Einführung als frühe Maßnahme eines staatlich gelenkten Verbraucherschutzes. Die Bierbrauer in Bayern, die sich gegen die Verwendung des optischen Bierprobers anfangs heftig zur Wehr setzten, empfanden diese Neuerung vor allem als unerhörten Eingriff des Staates in das traditionelle Brauwesen.

Zugehörige Themen

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