Maximilian II.

Entwurf zum Szepter des Königreichs Bayern (1806)

Beleg:

Bayerns Krone 1806. 200 Jahre Königreich Bayern, hrsg. von Johannes Erichsen und Katharina Heinemann, München 2006, S. 247

Künstler, Ersteller / Fotograf: Charles Percier (Zeichner)
Lageort: Paris, Musée des Arts Décoratifs, 27562
Copyright: Musée des Arts Décoratifs, Paris
Untertitel:

Charles Percier (1764–1838), Paris, 1806

Federzeichnung, aquarelliert, 89 x 16 cm

Grafiken
Hoheitszeichen
Kroninsignien

Der Königsproklamation vom 1. Januar 1806 ist zu entnehmen, dass eine Krönung ursprünglich beabsichtigt war. So wurden 1806 nach Entwürfen des napoleonischen Hofarchitekten Charles Percier die sich stark am Vorbild der Requisiten für Napoleons Selbstkrönung 1804 in Paris orientierten, bei den damals beauftragten Werkstätten Biennais (Goldschmiede) und Blanchon Cortet (Textil) Kroninsignien und Krönungsornat für das neue Königreich Baiern bestellt und 1807 nach München geliefert. Da aber weder Max Joseph noch seine Nachfolger gekrönt wurden, kamen die Kroninsignien ausschließlich bei herausragenden Staatsakten, wie der Eröffnung der Landtage, auf ihren ebenfalls aus Paris gelieferten Präsentationskissen zum Einsatz.

Der Entwurf von Percier war Vorlage für den Goldschmied Martin-Guillaume Biennais, in dessen Pariser Werkstätte die bayerischen Kroninsignien 1806/07 angefertigt und am 2. März 1807 in die Schatzkammer der Münchner Residenz geliefert wurden.

Die Inschrift für das Szepter, dessen Ausfertigung 10 624 Gulden gekostet hatte, erfolgte auf den Vorschlag der Akademie der Wissenschaften in München.

Zugehörige Ereignisse

  • Proklamation Bayerns zum souveränen Königreich (1806)

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  • Zugehörige Personen

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  • Zugehörige Objekte

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  • Die bayerische Königskrone auf dem Präsentationskissen (1806/07)

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  • Schwert aus den bayerischen Kroninsignien

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