Maximilian II.

Gefecht bei Elchingen am 14. Oktober 1805

Künstler, Ersteller / Fotograf: Wilhelm von Kobell (1766-1853)
Lageort: Ingolstadt, Bayerisches Armeemuseum, L 6109
Copyright: Ingolstadt, Bayerisches Armeemuseum
Untertitel:

Gemälde, Öl/ Leinwand, München um 1807 als Teil des sog. "Berthierzyklus'"

Kriegerische Ereignisse

Am Abend des 14. Oktober 1805 meldete die Augsburgische Ordinari Postzeitung Gerüchte, dass bei Ulm eine Schlacht bevorstehe. In diesem Kampf gelang es Marschall Ney mit nur ca. 9.000 Mann gegen die zahlenmäßig weit überlegenen 15.000 Österreicher die Donaubrücke zu überqueren und ihre vorteilhaften Stellungen auf der Höhe um Dorf und Kloster Elchingen zu erstürmen. Für diesen Sieg, der ca. 4.000 Österreicher und 3.000 Franzosen das Leben kostete, wurde er von Napoleon 1807 zum Herzog von Elchingen ernannt.

Die Opferzahl erhöhte sich noch drastisch, da nach der Schlacht die Verwundeten 24 Stunden unversorgt unter freiem Himmel liegen mussten und die medizinische Versorgung im Klosterlazarett völlig unzureichend war.

Auf dem Gemälde ist rechts vorne französische Artillerie aufgefahren. An den Geschützen und Gefallenen vorbei ziehen unter Bewachung österreichische Soldaten in die Kriegsgefangenschaft. Im Hintergrund ist eine Donaubrücke und auf einer Anhöhe liegend Oberelchingen zu sehen. Dort ist - wie die Rauchwolken zeigen - der Kampf um den Besitz von Dorf und Kloster noch im vollen Gange.

Willbold, Franz: Die Schlacht bei Elchingen, Heidenheim 1980, Zweite Auflage.

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