Maximilian I. Joseph

Medaille auf den Frieden von Lunéville vom 9. Februar 1801 - Revers

Künstler, Ersteller / Fotograf: Reich
Lageort: München, Staatliche Münzsammlung
Copyright: München, Staatliche Münzsammlung
Untertitel:

Zinn, 1801

Medail/Münzen

Die Medaille zeigt auf der Vorderseite drei Frauengestalten, die die Staaten Frankreich und Österreich sowie das Produkt des Friedens, den Wohlstand, verkörpern. Die Frauengestalt links, die einen antiken Federhelm und ein Liktorenbündel trägt, symbolisiert durch den im Hintergrund abgebildeten gallischen Hahn das siegreiche Frankreich. Sie reicht der Verliererin, Austria, die durch den Schild mit dem Habsburger Wappen identifiziert wird, als Zeichen des Friedens die Hand. Die Göttin des Überflusses und des Wohlstands, Copia, die am Füllhorn zu erkennen ist, schließt zusammen mit den anderen allegorischen Figuren den Friedensbund.

Auf der Rückseite ist die Begegnung der antiken Götter Mars und Merkur zu sehen. Der geflügelte Götterbote Merkur überreicht dem Kriegsgott Mars, zu dessen Füßen sich niedergelegte Waffen und andere militärische Ausrüstungsgegenstände befinden, den Friedenszweig. Nach dem Ende der Feindseligkeiten können die Kriegsschäden - angedeutet durch die zerbrochene Säule - mit den bereit gelegten Werkzeugen beseitigt werden. Auch blühen Wissenschaft und Gelehrsamkeit wieder auf, die auf der Medaille durch Weltkugel und Buch symbolisiert sind. Die Umschrift „HOFT KUNST U[ND]. HANDLUNG GLÜCK U[ND]. ÜBERFL[U]S[S]“ verweist auf die Hoffnungen der Menschen, die die anbrechende Friedenszeit erfüllen soll.

Der hier gefeierte Vertrag von Lunéville beendete den Zweiten Koalitionskrieg zwischen Frankreich und dem Kaiser. Die wichtigste Folge dieses Konflikts war der Verlust des linken Rheinufers an Frankreich, das damit eines seiner außenpolitischen Hauptziele seit Ludwig XIV. verwirklichen konnte.

Glaser, Hubert (Hg.): Wittelsbach und Bayern, Band III/2: König Max I. Joseph und der neue Staat, München/Zürich 1980.

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